Wacholder (Baum)
Beschreibung
Wacholder (Juniperus-Arten) sind immergrüne Nadelbäume oder Sträucher aus der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Sie haben nadelartige oder schuppenförmige Blätter und blauschwarze, beerenähnliche Zapfen (die eigentlich modifizierte fleischige Zapfen sind – keine echten Beeren). Mit etwa 70 Arten gehört Wacholder zu den am weitesten verbreiteten Nadelbäumen in Nordamerika, Europa und Asien. Er wird für seine Robustheit geschätzt und im Gartenbau verwendet. Wacholderbeeren aromatisieren Gin und werden in der traditionellen Medizin genutzt.

Allergiesymptome
Wacholderpollen ist ein starkes Allergen und verursacht:
- Niesen und laufende oder verstopfte Nase
- Juckende, tränende und gerötete Augen
- Husten und Halsreizung
- Asthma-Verschlechterung und pfeifende Atmung
Wacholderpollen kann hunderte Kilometer mit dem Wind transportiert werden, daher ist er während der Pollensaison schwer zu vermeiden. Es gibt Kreuzreaktivität mit anderen Cupressaceae – Zypresse, Zeder und Japanische Zeder – wer auf Wacholder reagiert, kann also auch auf diese reagieren.
Typische Pollensaison
Wacholder blüht vom späten Winter bis frühen Frühling, mit Höchstwerten oft zwischen Dezember und Februar in wärmeren Regionen. In Deutschland variiert die Saison je nach Art und lokalem Klima, ist aber typischerweise im frühen Frühling.
Geografische Verbreitung
Wacholder wächst in der gesamten Nordhalbkugel:
- Deutschland: Gemeiner Wacholder (Juniperus communis) wächst wild auf Heiden und in lichten Wäldern
- Europa: Über den ganzen Kontinent, besonders in Bergregionen und im Mittelmeerraum
- Nordamerika: Besonders häufig im Südwesten der USA
- Asien: Temperierte Gebiete in China, Japan und Zentralasien
Tipps für Allergiker
- Pollenflugvorhersagen prüfen und bei hohen Werten weniger nach draußen
- Fenster geschlossen halten und Luftreiniger mit HEPA-Filter nutzen
- Nach dem Aufenthalt im Freien duschen und Kleidung wechseln
- Antihistaminika oder Nasensprays mit Kortison können helfen – fragen Sie Ihren Arzt
- Kreuzreaktionen mit Zeder und Zypresse beachten
- Bei schweren Beschwerden Allergietests oder Immuntherapie erwägen