Unkrautpollen

Beschreibung

Unkräuter sind eine vielfältige Gruppe von Pflanzen, die in verschiedenen Umgebungen gedeihen, oft schnell auf gestörten Böden wachsen und erhebliche Mengen an Pollen produzieren. Im Gegensatz zu Gräsern und Bäumen sind Unkräuter typischerweise Blütenpflanzen, die Gärten, Straßenränder, Felder und Brachflächen besiedeln. Zu den häufigen allergieverursachenden Unkräutern zählen Ambrosia (Traubenkraut), Beifuß, Gänsefuß (Chenopodium), Melde (Amaranthus), Wegerich, Sauerampfer und Brennnessel. Der Pollen dieser Pflanzen ist leicht und wird leicht durch die Luft getragen, was zu einer weiten Verbreitung und allergischen Reaktionen bei empfindlichen Personen führt.

Illustration von Unkräutern

Allergiesymptome

Unkrautpollen verursachen häufig:

  • Niesen und laufende oder verstopfte Nase
  • Juckende, tränende und gerötete Augen
  • Husten und Halsreizung
  • Keuchen und Verschlimmerung von Asthmasymptomen
  • Juckende Haut oder Nesselsucht bei manchen Personen

Viele Personen mit Unkrautpollenallergie entwickeln das Orale Allergiesyndrom (OAS), das durch Juckreiz in Mund und Rachen nach dem Verzehr bestimmter roher Früchte, Gemüse, Nüsse oder Hülsenfrüchte gekennzeichnet ist. Ambrosiaallergien kreuzreagieren beispielsweise häufig mit Melonen, Bananen und Zucchini, während Beifußallergien oft mit Sellerie, Karotten und verschiedenen Gewürzen kreuzreagieren (bekannt als “Sellerie-Beifuß-Gewürz-Syndrom”).

Typische Bestäubungszeit

Die Bestäubungszeit für Unkräuter variiert je nach Region:

  • Deutschland und Mitteleuropa: Die Unkrautpollensaison dauert in der Regel von Ende Juni bis Anfang Oktober
  • Beifuß: Blüht typischerweise von Juli bis September, mit Höchstwerten im August
  • Ambrosia: Setzt Pollen von August bis Oktober frei, mit Höchstwerten im September
  • Die Pollensaison endet im Allgemeinen mit dem ersten starken Frost

Geografische Verbreitung

Unkräuter sind allgegenwärtig und finden sich in nahezu jedem Lebensraum weltweit:

  • Städtische Gebiete: Gärten, Straßenränder, Parks und Brachflächen
  • Ländliche Gebiete: Felder, Weiden, Zaunlinien und landwirtschaftliche Randgebiete
  • Natürliche Landschaften: Wiesen, Flussufer, Waldränder und gestörte Flächen

Tipps zur Reduzierung der Exposition und zum Umgang mit Allergien

  • Verfolgen Sie lokale Pollenprognosen und schränken Sie Aktivitäten im Freien an Tagen mit hoher Pollenbelastung ein
  • Halten Sie Fenster geschlossen und verwenden Sie Luftreiniger mit HEPA-Filtern in Innenräumen
  • Duschen Sie und wechseln Sie die Kleidung nach dem Aufenthalt im Freien
  • Verwenden Sie Antihistaminika oder Nasenkortikoide nach Empfehlung eines Arztes
  • Entfernen oder kontrollieren Sie regelmäßig das Wachstum allergener Unkräuter in Ihrer Umgebung
  • Beachten Sie kreuzreaktive Lebensmittel, wenn Sie am Oralen Allergiesyndrom leiden
  • Erwägen Sie Allergietests zur Identifizierung spezifischer Unkrautallergene
  • Erwägen Sie Immuntherapie bei anhaltenden oder schweren Symptomen

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