Baumpollen

Beschreibung

Bäume sind wichtige Bestandteile von Ökosystemen weltweit, die Sauerstoff produzieren, die Luftqualität verbessern, Wildtieren Lebensraum bieten und zahlreiche ökologische Vorteile bringen. Allerdings setzen viele Baumarten während ihrer Reproduktionszyklen erhebliche Mengen an Pollen frei, die für empfindliche Personen ein bedeutendes Allergen darstellen können. Zu den häufigen allergieverursachenden Bäumen zählen Birke, Eiche, Erle, Hasel, Esche, Zeder, Zypresse, Ahorn und Kiefer. Baumpollen verursachen typischerweise Symptome im Frühling, obwohl einige Arten im Winter oder Herbst bestäuben.

Baumillustration

Allergiesymptome

Baumpollen verursachen häufig:

  • Niesen und laufende oder verstopfte Nase
  • Juckende, tränende und gerötete Augen
  • Husten und Halsreizung
  • Keuchen und Verschlimmerung von Asthmasymptomen
  • Juckende Haut oder Nesselsucht bei manchen Personen

Viele Personen mit Baumpollenallergie entwickeln das Orale Allergiesyndrom (OAS), das durch Juckreiz oder Schwellung im Mund- und Rachenraum nach dem Verzehr bestimmter roher Früchte, Gemüse oder Nüsse gekennzeichnet ist. Dies geschieht, weil Proteine in einigen Lebensmitteln denen in Baumpollen ähneln. Birkenpollenallergien kreuzreagieren beispielsweise häufig mit Äpfeln, Birnen, Kirschen, Haselnüssen und Karotten. Das Kochen dieser Lebensmittel reduziert oder eliminiert die Reaktion in der Regel.

Typische Bestäubungszeit

Die Bestäubungszeit für Bäume variiert je nach Art und geografischem Standort:

  • Deutschland und Mitteleuropa:
    • Hasel: Januar–März
    • Erle: Februar–April
    • Birke: April–Mai (mit Höhepunkt Ende April/Anfang Mai)
    • Eiche und Esche: März–Mai
    • Nadelbäume (Kiefer/Fichte): April–Juni (weniger allergen, können aber dennoch reizend wirken)
  • Bei frühen frühblühenden Bäumen wie Hasel und Erle kann die Pollenfreisetzung bereits im Dezember beginnen
  • Die genaue Saison wird vom Wetter beeinflusst und kann bei milden Wintern früher beginnen

Geografische Verbreitung

Allergieverursachende Bäume sind weltweit verbreitet, wobei die Verteilung von der Art abhängt:

  • Städtische Gebiete: Städte haben typischerweise eine Mischung aus einheimischen und Zierbäumen, die zu Pollenwerten beitragen können
  • Ländliche Gebiete: Wälder und Waldgebiete mit hoher Baumdichte können während der Bestäubungsperioden zu erheblicher Pollenbelastung führen
  • Küstenregionen: Gebiete in Meeresnähe können aufgrund ablandiger Winde niedrigere Pollenwerte aufweisen, dies variiert jedoch je nach Standort

Tipps zur Reduzierung der Exposition und zum Umgang mit Allergien

  • Verfolgen Sie lokale Pollenprognosen und schränken Sie Aktivitäten im Freien an Tagen mit hoher Pollenbelastung ein
  • Halten Sie Fenster geschlossen und verwenden Sie Luftreiniger mit HEPA-Filtern in Innenräumen
  • Duschen Sie und wechseln Sie die Kleidung nach dem Aufenthalt im Freien
  • Verwenden Sie Antihistaminika oder Nasenkortikoide nach Empfehlung eines Arztes
  • Beachten Sie kreuzreaktive Lebensmittel, wenn Sie am Oralen Allergiesyndrom leiden
  • Erwägen Sie Allergietests zur Identifizierung spezifischer Baumallergene
  • Erwägen Sie Immuntherapie bei anhaltenden oder schweren Symptomen

Mehr erfahren