Birke (Baum)

Beschreibung

Birken (Betula-Arten) sind schlanke, mittelgroße Laubbäume aus der Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Sie sind leicht an ihrer weißen oder silbernen Rinde zu erkennen, die sich in dünnen, papierartigen Schichten abschält. Ihre Blätter sind dreieckig oder rautenförmig mit gezähnten Rändern. Im Frühjahr produzieren sie reichlich windverbreiteten Pollen. Häufige Arten sind die Hängebirke (Betula pendula) und die Moorbirke (Betula pubescens) in Europa sowie die Papierbirke (Betula papyrifera) in Nordamerika. Birkenpollen gehört zu den stärksten Baumallergenen und kann weite Strecken durch die Luft zurücklegen.

Illustration der Birke

Allergiesymptome

Birkenpollen ist ein starkes Allergen und verursacht häufig:

  • Niesen und laufende oder verstopfte Nase
  • Juckende, tränende und gerötete Augen
  • Husten und Halsreizung
  • Asthma-Verschlechterung und pfeifende Atmung

Birkenpollenallergien lösen oft das Orale Allergiesyndrom (OAS) aus – Juckreiz oder Kribbeln in Mund und Rachen beim Verzehr bestimmter roher Früchte, Gemüse und Nüsse. Typische kreuzreaktive Lebensmittel sind Äpfel, Birnen, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen, Kiwis, Karotten, Sellerie, Haselnüsse und Mandeln. Kochen hilft in der Regel.

Typische Pollensaison

Birken blühen typischerweise von Ende März bis Mai, mit einem Höhepunkt im April in den meisten gemäßigten Regionen. In wärmeren südlichen Gebieten beginnt die Saison früher, in kälteren nördlichen Regionen kann sie später anhalten. Das Wetter – besonders Temperatur und Niederschlag – beeinflusst sowohl Zeitpunkt als auch Intensität.

Geografische Verbreitung

Birken wachsen in den gemäßigten und borealen Zonen der Nordhalbkugel:

  • Europa: Besonders häufig in Nord-, Mittel- und Osteuropa – einer der wichtigsten allergieauslösenden Bäume
  • Nordamerika: Verbreitet in Kanada und dem nördlichen USA, vor allem im Nordosten und an den Großen Seen
  • Asien: Weit verbreitet in Sibirien, Nordchina, Korea und Japan

Tipps für Allergiker

  • Pollenflugvorhersagen prüfen und bei hohen Werten möglichst drinnen bleiben
  • Fenster geschlossen halten und Luftreiniger mit HEPA-Filter nutzen
  • Nach dem Aufenthalt im Freien duschen und Kleidung wechseln
  • Antihistaminika oder Nasensprays mit Kortison können helfen – fragen Sie Ihren Arzt
  • Bei OAS auf kreuzreaktive Lebensmittel während der Birkensaison achten
  • Bei schweren oder anhaltenden Beschwerden Allergietests oder Immuntherapie erwägen

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