Erle (Baum)
Beschreibung
Erlen (Alnus-Arten) sind Laubbäume oder große Sträucher aus der Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Sie wachsen häufig an Flüssen, Feuchtgebieten und feuchten Wäldern, wo sie Stickstoff im Boden binden. Erlen erkennt man an ihren hängenden männlichen Kätzchen und kleinen, verholzten weiblichen Zapfen. Sie setzen im späten Winter und frühen Frühling reichlich Pollen frei, bevor die Blätter austreiben. Häufige Arten sind die Schwarzerle (Alnus glutinosa) und die Grauerle (Alnus incana).

Allergiesymptome
Erlenpollen verursacht frühe Frühlingssymptome:
- Niesen und laufende oder verstopfte Nase
- Juckende, tränende und gerötete Augen
- Husten und Halsreizung
- Asthma-Verschlechterung und pfeifende Atmung
Wer auf Erlenpollen reagiert, ist oft auch gegen Birkenpollen allergisch – die Proteine sind ähnlich. Das Orale Allergiesyndrom (OAS) ist häufig: Juckreiz oder Kribbeln in Mund und Rachen von rohen Äpfeln, Birnen, Kirschen, Pfirsichen, Haselnüssen und Mandeln. Kochen hilft meistens.
Typische Pollensaison
Die Erlensaison beginnt im späten Winter:
- Deutschland: Januar bis März, mit Höhepunkt Februar-März
- Als einer der frühesten blühenden Bäume markiert die Erle oft den Beginn der Baumpollensaison
- Mildere Winter führen zu früherem Pollenflug
Geografische Verbreitung
Erlen wachsen in der gesamten Nordhalbkugel:
- Deutschland: Besonders verbreitet in feuchten Niederungen und an Gewässern. Schwarzerle im Flachland, Grauerle in höheren Lagen.
- Europa: Häufig in feuchten Gebieten
- Nordamerika: Pazifischer Nordwesten und östliche Regionen
- Asien: Temperierte Gebiete in Russland und Japan
Tipps für Allergiker
- Pollenflugvorhersagen prüfen – die Erlensaison beginnt früher als viele denken
- Fenster geschlossen halten und Luftreiniger mit HEPA-Filter nutzen
- Nach dem Aufenthalt im Freien duschen und Kleidung wechseln
- Antihistaminika oder Nasensprays mit Kortison können helfen – fragen Sie Ihren Arzt
- Wer auf Erle reagiert, reagiert wahrscheinlich auch auf Birke
- Bei schweren Beschwerden Allergietests oder Immuntherapie erwägen