Graspollen
Beschreibung
Gräser sind eine vielfältige Pflanzengruppe aus der Familie der Süßgräser (Poaceae) mit tausenden Arten weltweit. Sie reichen von Rasenarten bis zu Ziergräsern und Nutzpflanzen wie Weizen, Gerste und Roggen. Graspollen ist einer der häufigsten Auslöser für Heuschnupfen und betrifft Millionen von Menschen.

Allergiesymptome
Graspollen verursacht bei mehr Menschen Heuschnupfen als jede andere Pollenart:
- Niesen und laufende oder verstopfte Nase
- Juckende, tränende und gerötete Augen
- Husten und Halsreizung
- Asthma-Verschlechterung und pfeifende Atmung
- Juckende Haut oder Nesselsucht bei manchen
In Deutschland leiden etwa 15-20% der Bevölkerung an Graspollenallergie. Manche entwickeln das Orale Allergiesyndrom (OAS) mit Juckreiz in Mund und Rachen bei bestimmten rohen Lebensmitteln. Kreuzreaktive Lebensmittel können Tomaten, Kartoffeln, Melonen, Orangen und Weizenprodukte sein, wobei Reaktionen individuell variieren.
Typische Pollensaison
Die Graspollensaison variiert je nach Region:
- Deutschland: Mai bis August, mit Höchstwerten im Juni und Juli
- Frühe Gräser: Einige Arten beginnen bereits im April
- Späte Gräser: Können bis September Pollen freisetzen
- Zeitpunkt variiert nach Höhenlage und Breitengrad
Geografische Verbreitung
Gräser wachsen fast überall:
- Städte: Rasen, Parks, Sportplätze, Gärten
- Ländliche Gebiete: Wiesen, Weiden, landwirtschaftliche Flächen
- Naturlandschaften: Prärien, Savannen, Feuchtgebietsränder
Tipps für Allergiker
- Pollenflugvorhersagen prüfen und bei hohen Werten weniger nach draußen, besonders vormittags
- Fenster geschlossen halten und Luftreiniger mit HEPA-Filter nutzen
- Nach dem Aufenthalt im Freien duschen und Kleidung wechseln
- Antihistaminika oder Nasensprays mit Kortison können helfen – fragen Sie Ihren Arzt
- Rasen kurz halten, damit das Gras nicht blüht
- Wrap-around-Sonnenbrillen schützen die Augen vor Pollen
- Bei schweren Beschwerden Allergietests oder Immuntherapie erwägen